Mama´s Garten – Teil 1 – 2007

Mama´s Garten 2007

Meine Gartenleidenschaft dauert schon so lange an, wie ich mich erinnern kann. Meine Eltern haben einen großen Garten. Das mochte ich schon als Kind. Als ich klein war, war es allerdings noch mehr Rasen und Kinderspielgeräte als Garten. Daraus wurde aber mit den Jahren ein wundervoller Garten.

Schon als Kind hatte ich hier mein eigenes kleines Beet was ich immer liebevoll gepflegt habe. Hier möchte einen kleinen Eindruck von diesem wundervollem Garten und seiner Entwicklung über die Jahre zeigen!

Der Garten 2007

2007 wird für mich immer das Jahr von Kyrill sein. Der Orkan vom 18. auf den 19. Januar verwüstete Hektar weise Fichtenwälder. An dem Garten meiner Mutter ging das ganze nicht spurlos vorbei. Das Gewächshaus hat es nicht überlebt. Aluminium und Doppelstegplatten hat es in der halben Nachbarschaft verteilt. Meine Eltern sahen es eher positiv, sie wünschten sich sowieso schon länger ein schönes Modell aus Glas, so blieb das abbauen erspart, es musst nur wieder eingesammelt werden.

Mama´s Garten 2007 Mama´s Garten 2007

März

Hier sieht man den ganzen Garten im Überblick. Es ist ein recht schmales aber unglaublich langes Nordhanggrundstück. Das Gartenhaus hat mein Vater selbst gebaut als ich noch in der Grundschule war. Vorne gibt es einen Balkon auf dem man bei Regen wunderbar sitzen kann. Hinten ist Platz für Gartengeräte und Brennholz. Rechts und links sind als Sichtschutz Sträucher gepflanzt. Es gibt Apfelbäume und einen Walnussbaum. Unser „Familienbaum“ zu eigentlich jedem wichtigen Anlass der Kindheit gibt es ein Foto unter diesem Baum. Im Sommer ist das der absolute Lieblingsplatz. Schattig, toller Blick in den Garten und nicht zu weit vom Haus entfernt!

Mama´s Garten 2007

Mai

Im Mai sieht das ganze dann so aus.

Mama´s Garten 2007

Juni

Ein Monat später im Juni sieht es dann schon so aus.

Mama´s Garten 2007Mama´s Garten 2007

Hier sieht man das neue Gewächshaus. Ein ganz besonderes Schmuckstück. Das Fundament des alten Gewächshauses dient nun als Gemüsebeet. Unten im Beet ist Kaninchendraht ausgelegt. Durch diesen ist das ganze Beet Mäusesicher und so optimal zum Gemüseanbau.

Mama´s Garten 2007

Auch meine Vorliebe für Rittersporn für Rittersporn habe ich wohl von meiner Mutter 🙂

Mama´s Garten 2007 Mama´s Garten 2007

Es ist Erntezeit, diesmal die Himbeeren

Himbeere

Lange habe ich darauf gewartet, jetzt ist endlich soweit – die ersten Himbeeren sind reif. Eigentlich mag ich sie gar nicht, aber die Pflanze war bei der Arbeit über und mein Mann isst sie gerne. Gepflanzt habe ich sie letztes Jahr, dieses Jahr hängt sie voll von Beeren.

Himbeeren

Bei dem Bild wundern sich bestimmt einige, warum die ein Rankgerüst hat, ist doch keine Kletterpflanze. Stimmt auch, aber das Gerüst erleichtert zum einen die Ernte, weil man nicht in einem stacheligem Busch rumkrabbeln muss. Zum anderen kommt deutlich mehr Licht an die Frücht, dadurch das die Ruten an dem Gerüst befestigt sind. Auch für die Pflanzengesundheit ist es deutlich besser, nach dem Regen trocknen die Zweige deutlich schneller ab. Dadurch vermindert man pilzliche Krankheiten wie Mehltau und Grauschimmel.

Rückschnitt

Damit die Himbeere gut trägt ist ein regelmäßiger Rückschnitt wichtig. Das schöne ist, das der Rückschnitt sehr simpel ist. Zumindest bei einmal tragenden Sorten. Nach der Ernte schneidet man einfach alle abgeernteten Ruten ab. Außerdem sortiert man die nachgetriebenen Ruten aus. Es reicht vollkommen die größten 3-4 Ruten stehen zu lassen. Lässt man mehr stehen bekommt man nur einen Busch kleiner Ruten mit nur jeweils wenigen Früchten.

Zweimaltragende Himbeeren sind im Rückschnitt ähnlich. Hier tragen schon die einjährigen Sorten im Herbst das erste mal und dann noch einmal im nächsten Sommer. Nach der Sommerernte werden die Ruten abgeernteten Ruten zurückgeschnitten.

Herbstimpressionen

Meinen aktuellen Garten pflege ich seit August 2016.  Als ich ihn übernommen habe, bestand er fast ausschließlich aus Goldfelberich, Pfennigkraut und Mohn. Den Goldfelbich und das Pfennigkraut habe ich dann komplett entfernt. Der Mohn hat sich so effektiv selbst versamt, dass er immer wieder in jeder Ecke keimt.

Auf dem Bild sieht man das Hauptbeet an der Längsseite des Hauses. Die kleine Besonderheit meines Gartens ist, dass ich mich quasi im vorgarten gärtnerisch verwirkliche. Allerdings ist die Straße vor dem Haus sehr ruhig.

Staudenbeet

Die Rose war bereits im Garten bevor ich ihn übernommen habe.

Herbstimpressionen Rote Rose

Anthurien eignen sich als Einjährige wunderbare um Lücken im Beet auszufüllen.

Herbstimpressionen Anthurien

Mädchenauge sind tolle Dauerblüher die in keinem Garten fehlen sollten.

Herbstimpressionen Mädchenauge

Herbstanemone sind eine meiner liebsten Herbstblumen.

Herbstimpressionen Herbstanemone

Auch die Fetthenne gehört zu den Stauden die im Herbst auf jeden Fall dazu gehören.

Herbstimpressionen Fetthenne

Garden of Friendship in Sydney

Einen wundervollen Garten haben wir im November 2017 in Australien, genauer in Sydney besuchen können. Der Chinese Garden of Friendship war ein Geschenk von Sydney´s Partnerstadt Guangzhou in China, anlässlich des 200 Jährigen Jubiläums und ist damit ein Zeichen der Freundschaft dieser beider Städte. Eröffnet wurde der Garten 1988. Er ist den typischen privaten Gärtern der Ming Dynastie nachempfunden. Das heißt, er folgt den Prinzipien des Ying und Yand und der fünf Elemente Erde, Feuer, Wasser, Metall und Holz.

Ying Yang im Garden of Friendship in Sydney
Ying und Yang

Kommt man zum Garten, wirkt er von außen nicht besonders groß. Aber das täuscht, vor allem, wenn man eher die deutschen Parklandschaften mit weiten Wiesen, großen Bäumen und großzügigen Beeten gewohnt ist. Das alles, gibt es in einem typisch chinesischen Garten nicht. Hier ist jeder Quadratmeter durchdacht. Man kann den Garten von keiner Stelle aus komplett überblicken, stattdessen führt einen der Weg langsam durch den Garten und eröffnet einem immer wieder neue Blickwinkel und man kann jedes Higlight wie zum Beispiel die Drachenwand, das Wasserpavilon oder das Teehaus in Ruhe genießen. Im Hintergrund sieht man an vielen Stellen immer wieder die Hochhäuser Sydneys, dass macht den Garten erst recht zu einer Oase der Ruhe und des Friedens.

Ausblick auf den Garden of Friendship in Sydney
Ausblick auf die Hochhäuser Sydney

Wenn nicht die Hochhäuser wären, würde man glatt vergessen, dass man sich in einer Millionenstadt befindet. Auf dem Bild oben sieht man den Blick über den Teich. Oben wurde ein traditionelles Chinesisches Teehaus gebaut. Der Stein im Teich hat aus der richtigen Perspektive etwas Ähnlichkeit mit einem Drachen. Ein in der chinesischen Mythologie sehr wichtiges Tier.

Das Teehaus

In China existiert eine ausgeprägte Teekultur. Dabei zählt nicht nur der Tee selbst, sondern auch wie und wo der Tee eingenommen wird. Für eine klassische Teezeremonie braucht es ein harmonisches Umfeld. So ist es kaum verwunderlich, dass das Teehaus in keinem chinesischem Garten fehlt. Auch nicht im Graden of Friendship.

Das Teehaus auf dem Hügel

Hier ein Blick auf das Teehaus. Es steht am höchsten Punkt des Gartens, so dass man von oben einen schönen Blick auf den See hat.

Kois im Garden of Friendship in Sydney

Neben dem Teehaus gibt es auch noch ein Wasserpavillion. Von hier aus sind es nur noch ein paar Schritte, bis man im Cafe des Gartens ist, wo es natürlich, was auch sonst, traditionellen chinesischen Tee gibt.

Teehaus im Garden of Friendship in Sydney

Vom Wasserpavilion hat man auch einen tollen Blick auf das Teehaus.

Tiere im Garden of Friendship

Trotz der Lage des Gartens mitten in Sydney kann man im Garten einige Tiere beobachten.

Blick auf das Teehaus im Garden of Friendship in Sydney

Im Garten gibt es zahlreiche Eidechsen, die sich hier gerne in aller ruhe Sonnen und dabei wunderbar beobachten und fotografieren lassen.

Kois dürfen natürlich nicht fehlen

In dem Teich dürfen natürlich auch Koi nicht fehlen. Hier versammeln sie sich grade und warten ungeduldig auf die Fütterung.  Mit der richtigen Färbung sind Koi sehr wertvoll. Die hier lebenden Exemplare haben ihren Wert aber vermutlich nur wegen ihrer Größe und nicht wegen ihrer Farbe.

Vogel auf dem Haus im Garden of Friendship in Sydney

Der Vogel der sich oben auf dem Dach niedergelassen hat, niestet an vielen Stellen des Gartens. In Sydney sind die Vögel ein Problem, da sie auf der Futtersuche auch mal gerne den Müll durchwühlen.

Wasser im Garden of Friendship

Ziel in der chinesischen Gartengestaltung ist es Harmonie von Erde, Himmel, Steinen, Wasser, Gebäuden, Wegen und Pflanzen zu erreichen. Neben Steinen ist dabei das Wasser das wichtigste Gestaltungselement. Es Symbolisiert unter anderem Reichtum und Nachgiebigkeit.

Ihr habt das nächste Rätsel gefunden: Vor Ihnen steht eine Kiste. In dieser Kiste liegen Säcke. In jedem dieser Säcke befindet sich die gleiche Anzahl an Goldmünzen. Insgesamt sind zwischen 150 und 200 Goldmünzen in der Kiste. Es ist mehr als ein Sack in der Kiste und in jedem Sack ist mehr als eine Münze. Wenn ich Ihnen die Gesamtanzahl der Münzen nennen würde, dann könnten Sie mir genau sagen, wie viele Säcke in der Kiste sind und wie viele Münzen in einem Sack sind. Wie viele Goldmünzen sind insgesamt in der Kiste, wie viele Säcke sind in der Kiste und wie viele Münzen sind in jedem Sack? - Öffnet den Briefumschlag mit der Zahl der Münzen

Vom Teehaus aus, führt ein Bach mit kleinen Wasserfällen zum großen Teich hinunter. Beim plätschern des Wassers lässt sich wunderbar der Lärm der Großstadt vergessen.

Blick auf den Teich im Garden of Friendship

Hier ein anderer Blickwinkel auf den Teich und den Stein in Drachenform.

Garden of Friendship in Sydney

Von jeder Seite sieht der Teich anders aus, aber immer spannend.

Garden of Friendship in Sydney

Insgesamt gesehen ist der Garden of Friendship in Sydney auf jeden Fall einen Besuch wert! Ich würde mich freuen ihn nochmal besuchen zu können!